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Dienstag, 4. Januar 2011

1.Etappe: Süd-Ost-Europa

1.Tag, Di. 28.12.2010:
München/Deutschland über Ljubljana/Slowenien und Zagreb/Kroatien nach Pozega/Kroatien
Tages-Etappe: 796 km in 9 Std. Fahrzeit

Grenzübergänge: problemlos
Wir sind dann mal weg… nach leichter Verspätung und abschließender Hektik sind wir nun endlich on tour! Die große Reise Richtung schwarzer Kontinent hat begonnen. Nachdem auch das letzte sperrige Drum – unser Kite-Schirm und das Kite-Board – festgezurrt waren, ging es am Nachmittag nun los. Das Auto ist voll… weniger mit Kleidung, sondern mit viel Lebensmittel. Unsere bayerischen Freunde haben uns zur Abschiedsparty einen riesigen Fresskorb bayrischer Leckereien geschenkt. Das haben wir natürlich alles im Schlepptau um standesgemäß irgendwo in der Wüste mal heimischen Genüssen nachkommen zu können ;-)
6 Minuten nach dem Start hat uns auch gleich der süddeutsche Stau für eine Stunde nicht durchstarten lassen. Ab Rosenheim hingegen waren wir fast alleine unterwegs. So fahren wir bei Dunkelheit durch Österreich und Slowenien und erreichen dann am späten Abend Kroatien. Nach Belgrad haben wir es nicht mehr weit und kommen dann nach Mitternacht in Pozega an, wo uns schon ein Freund erwartet. Wir stoßen zusammen mit ihm und selbstgemachten Wein auf unseren Tourstart an und fallen um 3.30 Uhr müde in unser Schlafgemach.

2.Tag,Mi. 29.12.2010:
Pozega/Kroatien über Belgrad/Serbien und Sophia/Bulgarien nach Plovdiv/Bulgarien
Tages-Etappe: 718  km in 11,5 Std. Fahrzeit

Grenzübergänge: problemlos
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit kroatischen Leckereien und selbstgebrannten Slibowitz lernen wir noch die ganze Familie von Ali’s Frau kennen. Danke Ali für die herzliche Gastfreundlichkeit!!! Bei klirrender Kälte und herrlichem Sonnenschein fahren wir auf schnellstem Weg über Slavonski Brod nach Belgrad/Serbien um erst vom Stau, einem Geisterfahrer und einem dicken Nebelkessel unterbrochen zu werden…der Verkehr nimmt allmählich zu und Fahrweise wird aggressiver, welcher Jesper sich gleich zum Leid von Tanja unauffällig anpasst. Am Abend machen wir einen Abstecher in die Altstadt von Sophia und genießen im Auto mit Blick auf die Alexander-Newski-Kirche unsere kroatische Verpflegung! Danke nochmal dafür! J wir wollen so weit wie möglich Richtung Istanbul fahren und entschließend uns aber dann doch bei Plovdiv/Bulgarien kurz vor der türkischen Grenze im Auto zu übernachten. Dank Standheizung war die saukalte Nacht bei Minusgraden gut erträglich… wenn auch nicht so erholsam. Und so konnte uns keiner unser Auto unterm Allerwertesten wegklauen… wider allen Prophezeiungen sind wir ohne bestohlen zu werden durch Bulgarien gekommen. J Hier ist alles bisl ursprünglicher, da fallen wir mit unserem DJ (so heißt unser Weggefährt, ein Toyota Landcruiser HDJ80, Baujahr 93) zwischen all den Pferde-Wagen auf.

3.Tag, Do.30.12.2010:
Plovdiv/Bulgarien über Svilengrad und Edirne nach Istanbul/Türkei
Tages-Etappe: 477 km in 6 Std. Fahrzeit

Grenzübergänge: Türkei 20 Min., 5 Kontrollen
Nach einem wolkenlosen Sonnenaufgang bei -17 Grad ging es auf zur türkischen Grenze. An der Grenze mussten wir fünfmal Pass- und Fahrzeugpapierkontrollen sowie eine gesonderte Fahrzeugsichtung bei Minusgraden über uns ergehen lassen. Den türkischen Grenzbeamten hat unsere Gasflasche auf dem Dach nicht gefallen. Als wir gefragt wurden, ob wir etwas zu verzollen hätten, wurde es uns ganz anders… in Anbetracht dessen, dass wir ein ganzes afrikanisches Dorf mit Lebensmitteln für eine Woche versorgen hätten können… und dabei hätte es nicht an Alkohol gefehlt. Danke nochmal an alle Verpflegungsgeschenke! ;-)
Doch nach Versicherung unsererseits, dass wir direkt ohne über Los zu gehen zum schwarzen Kontinent fahren… hat man uns Einlass gewährt. Nun sind wir in der Türkei auf dem Weg nach Istanbul..
Eure Tanja und Euer Jesper

Kommentare:

  1. Hallo Ihr zwei!

    Wahnsinn - Ihr seid wirklich auf dem Weg Richtung Südpol. Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Echt beeindruckend. Lese mit Interesse Euer Tagebuch. Tolle Website.

    Mein persönliches Abenteuer besteht zur Zeit darin, meine Tochter zu wickeln und Ihr dabei zuzuschauen, wie sie täglich etwas Neues entdeckt. Und statt mich mit 4-Wheel-Drive durch Wüste und Dschungel zu kämpfen (hey, mein Auto könnte das auch! Gibt nur leider in Afrika nicht genügend Tankstellen...), geht's ab morgen ins Allgäu... Jedem das Seine.

    Drück Euch die Daumen, dass weiterhin alles glatt läuft. In Syrien bitte nicht zum Pinkeln einfach in den Busch (Vorsicht, Tellerminen).

    Viele Grüße

    Marcel

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  2. Hallo ihr 2,

    zuerst mal nen schönen Gruß aus Hallstadt :-).
    Ich habe eben Euere ersten Eindrücke gelesen, Klasse. Werd sehen das ich an Euerem Tagebuch "dranbleibe", ist wirklich interessant zu lesen.
    In Slavonski Brod hab ich auch schon mal eine Nacht am Busbahnhof in meinem silbernen Alfa verbracht...... :-)
    Ich wünsche Euch natürlich alles erdenklich Gute für Euere weitere Reise, kommt gesund durch und ebenso gesund wieder zu Hause an.
    Freu mich schon auf weitere Berichte und Eindrücke von Euch.....und streichelt Eueren tapferen Weggefährten mal von mir :-), sehr eindrucksvolles Fahrzeug habt ihr da ausgewählt, der macht das sicher mit links :-)

    Gruß, André

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Kurzes Update:
    Laut SMS (09.01.10) sind die beiden gerade in Damaskus und kämpfen sich durch das arabische Verkehrschaos.

    Alles Gute für euch und wenn ihr die arabischen Schilder nicht lesen könnt,
    إِفْرِيقِيَا-جَنُوب
    bedeutet Süd-Afrika. ;)

    Gruß Andre

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  5. Und ihr habt die Kitesachen dabei;-)) Werde mich dieses Jahr auch wieder darin üben, Skifahren geht mittlerweile schon wieder;-))

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